Achimer Kreisblatt

TSV Ottersberg muss sich MTV Treubund Lüneburg mit 1:3 geschlagen geben

Individuelle Klasse schlägt Teamwork

Ottersberg - Von Frank von Staden. Wieder gut gespielt, wieder eine Halbzeit lang das klar bessere Team gewesen – doch am Ende konnte Fußball-Landesligist TSV Ottersberg im Heimspiel gegen den MTV Treubund Lüneburg am Reformationstag keine entscheidenden Thesen an die Tore des Gegners nageln. Das Team von Coach Jan Fitschen musste sich mit 1:3 (0:1) geschlagen geben und steckt somit weiter tief im Tabellenkeller fest.

Den einzigen Vorwurf, den Fitschen seiner Elf nach dem Abpfiff machen konnte war der, dass sie einfach in den entscheidenden Situationen noch zu grün hinter den Fußball-Ohren ist. Denn die Grün-Weißen traten mannschaftlich sehr geschlossen auf, hatten der individuellen Klasse der Gäste Teamwork entgegenzusetzen und zeigten vor allem in den ersten 30 Minuten Power-Fußball, der nicht erkennen ließ, wer in dieser Saison um den Titel mitspielen will. Und nach 15 Minuten hätten die Platzherren die Führung mehr als verdient gehabt, als Jona Oesterling frei auf Keeper Marcel Braun zueilen konnte, aber am Schlussmann scheiterte. „Wenn die das so weiterspielen, fragt man sich, warum die da unten und wir so weit oben stehen“, zeigte sich da der MTV-Torhüter überaus beeindruckt.

Doch dann brachte eine einzige gute Szene der Lüneburger den aggressiven Angriffsfußball der Ottersberger zum Stoppen, als ein Heber vom starken Tim Franke knapp das Tor von Leon Seeger verfehlte (26.). Und als der dann wenig später Seeger mit einem sehenswerten Schuss aus 40 Metern zum 0:1 (32.) überraschte, zeigten sich die Gastgeber mehr als geschockt. „Aber so ist das nun einmal. Wir müssen in Führung gehen, waren aktiver, besser, kassieren dann ein Tor – und schon ist die Verunsicherung da“, wollte Fitschen seinen Mannen aber keinen Vorwurf machen. „Sie haben doch alles rausgehauen, was ging!“

Auch nach dem absolut vermeidbaren 0:2 (67.) durch Max Ratzeburg aus der Nahdistanz steckten die Wümme-Kicker nicht auf. Vor allem, nachdem Drilon Demaku einen Freistoß aus ebenfalls 40 Metern in den Maschen versenkte (71.), keimte noch einmal Hoffnung auf, wurden nun letzte Kraftreserven freigesetzt. Und Chancen waren durchaus da, um der Partie noch einmal eine Wende zu geben. Ein zu druckloser Kopfball von Isar Atris aus der Nahdistanz, ein zu zögerliches Zupacken von Lukas Klapp im Lüneburger Fünf-Meter-Raum – alles Situationen, die zu Toren hätten führen dürfen. Wie es letztlich gemacht wird, zeigte Tim Franke nach einem Konter – 1:3 (90.+1).

Quette: Achimer Kreisblatt 1.11.2017

   
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