Achimer Kreisblatt

Rosenbrocks 1:2 entfacht nur ein Strohfeuer

TSV Ottersberg scheidet nach 1:4-Heimpleite gegen FC Hagen/Uthlede aus Bezirkspokal aus

Ottersberg - Von Frank von Staden. 20 ordentliche Minuten vor der Halbzeitpause reichten dem TSV Ottersberg am Sonntagnachmittag nicht aus, um in die 3. Runde des Bezirkspokals einziehen zu können. So unterlagen die Wümme-Kicker dem Landesliga-Klassenpartner FC Hagen/Uthlede auch in der Höhe verdient mit 1:4 (1:2).

Die Hausherren begannen dabei so, wie sie schon am Mittwoch beim knappen 2:1 in Bassen auftraten: Pomadig, nicht zielstrebig genug, ohne viel Aufwand. Und in der Defensive zu verwundbar. Kein Wunder, dass die Gäste das gnadenlos ausnutzten und gleich ihre ersten beiden Chancen auch in Tore ummünzten. Erst traf Jan Wohltmann nach einem einfachen Doppelpass im TSV-!6er (5.), dann Tim Grundmann nach Konter (9.) aus 16 Metern. Erst, als dann Dominik Rosenbrock aus der Distanz und quasi aus dem Nichts zum Anschluss traf (25.), machte es bei den Gastgebern „klick“. Urplötzlich war ein Schalter umgelegt, waren die Ottersberger hellwach, bissig und kamen auch zu einigen guten Chancen durch Lukas Klapp per Kopf aus fünf Metern und Roman Reschke, der volley nur den Außenpfosten traf. „Diese und auch weitere Möglichkeiten haben wir leider leichtfertig liegen lassen“, haderte da später Ottersbergs Coach Jan Fitschen, der generell die Niederlage als „völlig unnötig“ ansah.Nun, jede Niederlage ist sicherlich unnötig, diese aber war aufgrund der folgenden zweiten Hälfte durchaus verdient. Denn die Hagener zeigten in der Folgezeit einfach das durchdachtere, reifere Spiel, waren ballsicherer und setzten immer wieder geschickt die Flügel ein. Einziger Vorwurf: Sie brauchten einfach zu viele Anläufe, um die entscheidenden Treffer zu erzielen. Doch nachdem dann Ottersbergs Reschke (67.) und Geisler (76.) mit Direktabnahmen scheiterten, machten es Michel Klimmek (80.) und der eingewechselte Kai Diesing besser für den FC, der sicherlich auch in der anstehenden Saison wieder um den Landesliga-Titel mitspielen wird. Klimmek nutzte dabei einen Grundlinienrückpass auf den Elfmeterpunkt, Diesing zirkelte die Lederkugel vom Strafraumeck in den Winkel. „Das war schon gut gemacht“, musste da später auch Ottersbergs Keeper Leon Seger neidlos anerkennen. Und Jan Fitschen schloss ab: „Wir haben im zweiten Durchgang zu viele einfache Bälle hergeschenkt. Das tat auf diesem tiefen Boden doch schon sehr weh. Das war ausschlaggebend.“


Quelle: Achimer Kreisblatt vom 30.07.17; Frank von Staden

   
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