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Ein ziemlich großer Schritt

Harsefeld. Zum zweiten Mal binnen weniger Tage musste der TSV Ottersberg am Mittwochabend zum TuS Harsefeld fahren. Bekanntlich ist die Partie der Fußball-Landesliga am vergangenen Sonnabend zur Halbzeitpause nach einem heftigen Starkregen abgebrochen worden. Zu diesem Zeitpunkt führte der TuS mit 1:0. Am Mittwoch kassierten die Ottersberger keinen Treffern. Die Elf von Jan Fitschen siegte in dem Nachholspiel mit 2:0 (1:0). Durch den Triumph sind die Abstiegssorgen bei den Wümmekickern geschrumpft. Zwei Spieltage vor Ultimo beträgt der Vorsprung auf die gefährliche Abstiegszone vier Punkte.


Nach dem abgebrochenen Spiel gab es aufseiten der Gastgeber ein wenig Unmut. Denn ein Harsefelder Spieler hatte in der Partie seine fünfte Gelbe Karte gesehen und musste nun am Mittwoch zuschauen. „Ein wenig kann ich den Ärger verstehen. Andererseits hatten wir in der einen Halbzeit auch zwei Verletzte, die nun nicht dabei waren“, sagte Jan Fitschen. „Allerdings waren sich beide Mannschaften einig, dass das Spiel am Samstag abgebrochen werden musste.“

Eigentor leitet Sieg ein

Für das Wiederholungsspiel hatte sich der TSV Ottersberg einiges vorgenommen. „Allerdings war der Beginn etwas wild“, meinte Fitschen. Der Fehler, der zum ersten Tor des Spiels führte, machten allerdings die Gastgeber. Einen Diagonalball von Ottersbergs Routinier Christopher Drewes wollte Harsefelds Patrick Reis zu seinem Torhüter Adrian Schulz köpfen. Der hatte seinen Kasten jedoch verlassen, um den Ball abzufangen. Das Leder segelte ins leere Tore (11.). „Danach hatten wir viel mehr Ruhe in unserem Spiel“, sagte Jan Fitschen.

Der TuS Harsefeld, immerhin Tabellenzweiter der Landesliga Lüneburg, blieb ziemlich harmlos. Dass vor dem Ottersberger Tor keine Gefahr entstand, lag jedoch auch an der Abwehr der Gäste, die sehr stabil stand und keine Chancen der Platzherren zuließ. Bis zur Entscheidung dauerte es jedoch: In der 56. Minute traf Dominik Rosenbrock zum 2:0. Durch dieses Tor kamen die Ottersberger dem Klassenerhalt ein großes Stück näher. Ein Manko habe es aber doch gegeben, sagte Jan Fitschen: „Vor dem 2:0 hatten wir schon ein paar gute Konterchancen. Diese Möglichkeiten hätten wir nutzen müssen.“

Quelle: Weser Kurier 18.05.2017; Florian Cordes

 

Abbruch nach Unwetter


Harsefeld. Das Landesliga-Spiel zwischen dem TuS Harsefeld und TSV Ottersberg ist zur Halbzeit wegen Starkregens abgebrochen worden. Bis dahin führte Harsefeld durch ein Tor von Patrick Reis aus der 22. Minute mit 1:0. Das Spiel wurde bereits neu angesetzt. Die Ottersberger fahren am kommenden Mittwoch ein weiteres Mal nach Harsefeld (Anpfiff um 19.30 Uhr).

Ottersbergs Trainer Jan Fitschen lobte seine Mannschaft für die erste und am Ende auch einzige Halbzeit: „Da war alles in Ordnung. Wir hätten aber schon in der ersten Minute in Führung gehen müssen. Danach hatten wir vier, fünf hochkarätige Chancen, die wir nicht gemacht haben.“ Harsefeld ging nach einem Abpraller durch Patrick Reis mit dem ersten Torschuss in Front (22.). „Es ist das alte Leid, dass der Gegner mit dem ersten Schuss das Tor macht“, beklagte Fitschen. Doch darüber kann Ottersbergs Trainer diesmal hinwegsehen. Es hatte phasenweise so heftig geregnet, dass der Platz in Harsefeld nicht mehr bespielbar war. Schiedsrichter Tim-Alexander Strampe blieb daher nichts anderes übrig, als die Begegnung zur Halbzeitpause abzubrechen.

Der TSV Ottersberg hat am kommenden Mittwoch erneut die Chance, gegen den Tabellenzweiten TuS Harsefeld drei Punkte einzufahren. Doch das wird wieder keine leichte Aufgabe für die Fitschen-Elf. Mut dürfte aber das Hinspiel machen. An der Wümme schafften die Ottersberger nach einem Rückstand noch ein 1:1 gegen den TuS. Schon vor dem Spiel betonte Jan Fitschen, dass nicht nur die Partie gegen Harsefeld eine enorm wichtige für die Ottersberger sei: „Unsere letzten drei Spiele sind alle wichtig. Entscheidend ist dabei, dass wir weiter mutig spielen. Alle, die auf dem Feld stehen, haben mein hundertprozentiges Vertrauen.“

Personell hatte sich die Lage bei den Ottersbergern vor dem abgebrochenen Spiel entspannt. Jan Schröder, der eine Wasserablagerung im Knie hatte, kehrte ebenfalls in den Kader zurück wie Nicklas Falldorf nach seiner Fußprellung. Auch Daniel Moderau schaffte es zurück auf die Ottersberger Bank.

Jetzt sind für Jan Fitschen jedoch neue Sorgen dazu gekommen. Roman Reschke musste mit einem dicken Knöchel in der 26. Minute ausgewechselt werden. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, musste Fitschen fünf Minuten später erneut wechseln: Lukas Klapp prallte bereits in der ersten Minute gegen den Pfosten und musste mit einem dicken Knie ebenfalls raus.

Quelle: Weser Kurier 15.5.2017; Maurice Reding

   
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