Achimer Kreisblatt

Erst Klapp erlöst TSV Ottersberg

Fußball-Landesligist TSV Ottersberg zittert sich zum einem 3:1-Erfolg über SG Stinstedt

OTTERSBERG - Von Frank von Staden. Drei ganz wichtige Punkte für den Klassenerhalt fuhren am Sonntagnachmittag die Landesliga-Fußballer des TSV Ottersberg auf heimischem Terrain gegen die SG Stinstedt ein. Doch das 3:1 (2:1), es war ein echter Zittersieg. Denn erst kurz vor dem Abpfiff wusste Lukas Klapp eine von zahlreichen besten Tormöglichkeiten zu nutzen und erlöste damit seinen Trainer Jan Fitschen, der sich zuvor einige Male auch die letzten verbliebenen Haare ausreißen wollte und wie Rumpelstielzchen vor der Ottersberger Bank hin- und herhüpfte.

„Dass ihm da die Luft wegblieb, kann ich nur zu gut verstehen. Ich habe ja selbst im Spiel ein paar Mal die Hände über den Kopf zusammengeschlagen, wie stümperhaft wir uns vor der Kiste des Gegners angestellt haben“, atmete danach ein unermüdlich rackernder Christoph Drewes, der doch einige Löcher in der Ottersberger Defensive zu stopfen hatte, später tief durch.

Fitschen gab dann seine Gemütslage nach Spielschluss auch unumwunden zu, konstatierte: „Ich bin wirklich tausend Tode gestorben! So krass haben wir uns vor der Hütte wirklich noch in keinem Spiel in dieser Saison angestellt. Da war keiner, der die Verantwortung übernehmen wollte. Keiner, der die Pille einfach nur reinwuchten wollte. Doch egal, jetzt heißt es abhaken und es im nächsten Spiel einfach besser machen!“

Den Start in dieses Spiel mit offenem Visier, in dem die Hausherren nicht nur in der Offensive vieles falsch machten sondern auch im defensiven Mittelfeld oft einfach zu sorglos agierten, verschliefen die Ottersberger dabei völlig. So fühlte sich nach einem verlängerten Eckball keiner für den völlig frei stehenden Patrick Hildebrandt zuständig – 0:1 (9.). Das rüttelte die Platzherren allerdings nicht wirklich wach. So boten sie den Gästen im ersten Abschnitt einfach zu viele Konter nach Ballverlusten an, stand da vor allem A-Junior Leon Andresen, der aber vielversprechende Ansätze zeigte, viel zu hoch. Dass die Grün-Weißen dann dennoch mit einem 2:1 in die Kabine gehen durften, lag einzig und allein an Dominik Rosenbrock. Denn nach einem zweifelhaften Handbspiel des Stinstedters Behrens (35.) im 16er nach Ecke und nach einem klaren Foulspiel von Roes gegen Egzon Prcani (43.) traf er jeweils ganz sicher vom Elfmeterpunkt.

Nach der Pause ersetzte dann Lukas Klapp Andresen, der das Mittelfeld auch etwas besser zu verdichten wusste. Allerdings: Auch er musste lange zusehen, wie seine Teamkollegen gegen nun immer höher stehende Stinstedter eine Chance nach der anderen versiebten. Ob mehrere Male der baumlange Roman Reschke oder auch Egzon Prcani: Selbst das fast leere Tor wurde da aus nächster Nähe nicht getroffen. Und am Ende hatten es die Platzherren auch ihrem ganz starken Keeper Felix Mindermann zu verdanken, der im ersten als auch im zweiten Durchgang mit einigen starken Reflexen aufwartete, dass die Gäste einfach nicht mehr zum Ausgleich kamen. So durfte er sich dann gemeinsam mit Lukas Klapp als Matchwinner fühlen. Dabei versenkte der Mittelfeldspieler einen selbst eroberten Ball knallhart ins kurze Eck (90.).

Quelle: Achimer Kreisblatt 27.3.2017

   
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