Achimer Kreisblatt

Willkommen im Abstiegskampf

Fußball-Landesligist TSV Ottersberg wacht gegen Eintracht Lüneburg viel zu spät auf – 0:2

OTTERSBERG - Von Frank von Staden. Durch eine auch in der Höhe verdiente 0:2 (0:1)-Heimniederlage gegen den SV Eintracht Lüneburg manövrierten sich Ottersbergs Landesliga-Fußballer am Sonntag vollständig in den Abstiegskampf. Zwar rangieren die Schützlinge von Trainer Jan Fitschen weiterhin auf Tabellenplatz zehn, weisen aber mit 33 Punkten nur fünf Zähler mehr auf als der erste Abstiegskandidat. Beide Gegentore resultierten aus krassen individuellen Fehlern.

„Ich habe immer gesagt, dass wir noch längst nicht gerettet sind. Wir hätten heute noch zwei Stunden spielen können und wären wohl zu keinem Treffer gekommen. Lüneburg war weiß Gott nicht angsteinflößend. Aber die Mittel, die sie eingesetzt haben, haben gegen uns gereicht. Wir machen derzeit elementare Fehler und bestrafen uns quasi selbst. Es ist schon bezeichnend, dass Jan Schröder, der erst in der Schlussphase der Partie kam, mehr Aktionen als das gesamte Team zuvor verzeichnen konnte. Da sollten sich einige doch einmal hinterfragen“, fand Fitschen nach der Begegnung doch schon recht deutliche Worte.

Bereits nach drei Minuten durften die Gäste erstmals jubeln, als TSV-Keeper Felix Mindermann ein Befreiungsschlag völlig misslang. So landete das Sportgerät direkt bei Lüneburg Borges, der keine Mühe hatte, auf 1:0 zu stellen. Danach entwickelte sich eine Partie, in der das Spiel der Gäste etwas durchdachter wirkte. Den Hausherren indes fehlte es an zündenden Ideen. „Und je länger das Spiel dauerte, desto mehr verkam es zu einem Fehlpassfestival“, haderte da Fitschen, der bereits früh reagierte und seinen Sturmführer Egzon Prcani auswechselte. Der verzog sich wutschnaubend in die Kabine. Ob seiner Leistung oder ob der Auswechslung sei dahingestellt. Allerdings: Für mehr Gefahr sorgte diese Aktion nicht. Spätestens am 16er waren die Hausherren am Ende mit ihrem Latein. Ganz anders die Lüneburger, die dem 2:0 viel näher waren als die Grün-Weißen dem Ausgleich. Als dann der leicht verschnupfte Christoph Drewes die Lederkugel nicht vernünftig aus der Gefahrenzone befördern konnte, machte dann Lorenzen aus dem Hinterhalt mit dem 2:0 (57.) schon früh alles klar. Zumal die Platzherren weiter recht harmlos im Angriff agierten und erst kurz vor dem Abpfiff nennenswerte Tormöglichkeiten verzeichnen konnten. Doch weder Roman Reschke, noch zweimal Jan Schröder sowie auch Luca Andresen vermochten den Ball im Lüneburger Tor zu versenken.

Quelle: Achimer Kreisblatt 23.04.2017; Frank von Staden

   
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